Oberschloss Kranichfeld - Thüringen

Oberschloss Kranichfeld - Thüringen

Oberschloss Kranichfeld - Thüringen

Oberhalb der thüringischen Kleinstadt Kranichfeld befindet sich das Renaissanceschloss des ehemaligen Fürstenhauses Reuß. Das Haus Reuß war ein Herrschergeschlecht, welches bis ins Jahr 1918 regierte und auf die Vögte von Weida zurückgeht. Kranichfeld liegt im bewaldeten Hügelland der Ilm-Saale-Platte in einem Talkessel der Ilm und etwa 18 km südöstlich von der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt entfernt. Erstmals wurde hier im 12. Jahrhundert eine Burganlage der Herren von Kranichfeld erwähnt. Die Aufteilung in Vor- und Kernburg zeugt davon, dass die heutige Schlossanlage aus einer mittelalterlichen Burg hervorging. Es begannen mitte des 15. Jahrhunderts unter der Leitung der Reußen von Plauen zahlreiche spätgotische Um- bzw. Neubauten. Der Umbau zum Renaissanceschloss erfolgte im Jahr 1530 durch die Herren von Reuß jüngere Linie. Im Jahr 1898 wurde das Schloss an den Grafen Bopp von Oberstadt verkauft, der es daraufhin umfangreich sanieren ließ. Acht Jahre später, im Jahr 1906, wurden nach Entwürfen des deutschen Architekten Bodo Ebhardt (* 1865; † 1945) das Torhaus und der Turm mit Verbindungsmauer neu erbaut. Durch einen Brand sind diese dann im Jahr 1934 ausgebrannt, woraufhin der Besitzer die Ruine dem Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, schenkte. Himmler wollte aus der Ruine eine Kultstätte machen und ließ Teile des Oberschlosses durch KZ-Häftlinge des KZ Buchenwald wieder aufbauen. Diese mussten unter unmenschlichen Bedingungen ihre Arbeit verrichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Oberschloss nicht mehr genutzt und war einem langsamen Verfall ausgesetzt. 1970 drohte sogar der Abriss der Schlossanlage. Erst 11 Jahre später begann eine Interessengemeinschaft mit Stabilisierungs- und Sanierungsarbeiten und rettete somit diese sehr schöne Schlossanlage vor dem völligen Verfall. Seit dem Jahr 1994 ist das Oberschloss unter der Obhut der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und wird seitdem immer weiter saniert und instand gesetzt. So ist es seit 2011 möglich, eine Aussichtsplattform auf dem Dicken Turm zu benutzen, um den Blick über das Ilmtal zu genießen. Erwähnenswert wäre noch, dass das Oberschloss für Außenaufnahmen der TV-Märchenverfilmung "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" genutzt wurde.


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MARKE:  NIKON CORPORATION

Kamera-Model    NIKON D7100
Blende    f/4.0
Belichtungszeit    1/3000 Sek.
ISO-Wert    100
Brennweite    15 mm
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Klicks: 11309

Aufnahmezeitpunkt: 2018:09:15 11:33:25

Hochladedatum: 15. Juli 2023

Dimensionen: 1500 * 1039 px

Dateigröße: 559.16 Kb

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